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RUBIN Wissenschaftsmagazin

Themenschwerpunkt: Wenn Science-Fiction und Forschung verschmelzen Zur Artikelübersicht
Doktorand Abhishek Sharma führt einen der vielen Herstellungsschritte für die Lablets durch. Er positioniert Elektroden, um einen Teil des Wafers zu beschichten.

Autonome Mikro-Labore, so groß wie Zellen, die den menschlichen Körper von innen überwachen – noch ist das Fiktion. Aber einige grundlegende Schritte sind gemacht.

Utopien für die Menschenzucht gibt es nicht erst, seit die Gentechnik die Biomedizin revolutioniert hat. Schon in der Frühen Neuzeit wurden Konzepte zur „Verbesserung der Menschheit“ diskutiert.

Die Idee, Menschen zu verbessern und die Fortpflanzung zu optimieren, ist nicht erst mit der Gentechnik aufgekommen. Schon im 18. Jahrhundert gab es Konzepte dafür, die aus heutiger Sicht undenkbar scheinen.

Den Sammelband „Autonome Nationalisten“ hat Jan Schedler im vergangenen Jahr zusammen mit Alexander Häusler von der FH Düsseldorf herausgegeben. Rund zwei Dutzend Autoren setzen sich mit Genese, Analyse, regionalen Entwicklungen und historischen Bezügen der Bewegung auseinander.
Sozialwissenschaft

Wie sich Autonome Nationalisten an Stil- und Aktionsformen der radikalen Linken bedienen

Woran erkennt man einen Neonazi? Springerstiefel, Glatze, Bomberjacke? Das war einmal: Junge Neonazis – sogenannte Autonome Nationalisten – tragen Che-Guevara-Shirts, Palästinensertücher, Buttons, Aufnäher und Irokesenschnitt, gehen sprayen, hören Hardcore und Hip-Hop. Sie sind extrem rechts, sehen aber links aus. Jan Schedler, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fakultät für Sozialwissenschaft der RUB, erforscht diese Spielart des Neonazismus.

Das hinterlässt Abdruck und Eindruck: Forscher um Prof. Tom Schanz berechnen mit Hilfe von Elefanten-Fußspuren, wie schwer Dinosaurier vor 140 Millionen Jahren waren.
Umwelttechnik

Bodenmechaniker wiegen Dinosaurier am Computer

Dort, wo heute der Dinopark Münchehagen bei Hannover liegt, erstreckte sich vor 140 Millionen Jahren ein feuchter Sandstrand. Giganten, etwa 25 Meter lang, zogen am Meer ihrer Wege. Sie selbst sind längst vom Erdball verschwunden, doch ihre Fußabdrücke sind geblieben. Aus diesen Spuren wollen Bodenmechaniker der RUB nun das Gewicht der Dinosaurier herauslesen. Dazu benötigen sie die Hilfe von Elefanten und moderne Technik.

Dr. Linda Weiss bereitet die Daphnien für Färbeversuche vor.
Biologie

Wie Wasserflöhe sich gegen verschiedene Räuber zur Wehr setzen

Wer noch nicht einmal einen Millimeter misst und eine gern gesehene Mahlzeit von Fischen ist, dem rechnet man keine großen Überlebenschancen aus. Doch weit gefehlt. Verschiedene Wasserfloharten haben ein ganzes Arsenal an Abwehrmechanismen parat: Nackenzähne, Dornenkränze und verlängerte Schwänze sind nur drei Beispiele. Je nachdem, welche Fressfeinde in der Umgebung leben, bilden die Überlebenskünstler unterschiedliche Verteidigungen aus. Wie das funktioniert, untersuchen Forscher am Lehrstuhl Evolutionsökologie und Biodiversität der Tiere.

Den Stecker in die Dose statt den Rüssel in den Tank – bald schon Alltag in Deutschland?
Elektrotechnik

Flottentest ergibt Ansätze zum Nachbessern

Elektroautos sind – betrieben mit Strom aus erneuerbaren Energien – eine umweltfreundliche Sache und ein wichtiger Schritt zur Energiewende. Bislang haben sie den Durchbruch hierzulande allerdings noch nicht geschafft. Woran hapert es? Die Alltagstauglichkeit der E-Autos testeten Forscher unter Federführung von RUB-Elektrotechnikern im Feldversuch. Sie untersuchten unter anderem, welche Wünsche und Erwartungen Autofahrer an ein E-Auto haben und wie sie die Nutzung empfinden.

Sein Material findet Sascha Liebermann unter anderem in Zeitungen. Wenn ihm ein besonders interessanter Aspekt über den Weg läuft, schreibt er direkt eine Notiz dazu – oder veröffentlicht einen Blog-Eintrag auf seiner Seite www.freiheitstattvollbeschaeftigung.
Sozialwissenschaft

Welche Haltungen sich in der Diskussion um ein bedingungsloses Grundeinkommen zeigen

Wie würde unser Gemeinwesen aussehen, wenn niemand mehr arbeiten gehen müsste? Wenn jeder vom Staat ein Grundeinkommen ohne jegliche Verpflichtung zur Gegenleistung bekäme und gut davon leben könnte? Würde dieses Modell die Bürger zum Müßiggang anstiften und die deutsche Wirtschaft in der Folge zusammenbrechen? Oder wäre genau das Gegenteil der Fall, und die Menschen würden ihre Autonomie verstärkt nutzen, um sich – in Form von verschiedenen Tätigkeiten – neben anderem mehr für das Gemeinwesen einzusetzen? Seit 2004 ist in Deutschland eine öffentliche Debatte über die Frage entbrannt, welche Folgen die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) hätte. Der Sozialwissenschaftler Dr. Sascha Liebermann analysiert die unterschiedlichen Haltungen, die in der Debatte zutage treten.

Kann man vom Verhalten halbierter Betonbalken und Viertel-Platten bei Belastung auf die Tragfähigkeit von ganzen Betonteilen zurückschließen? Beim Aufbau des entsprechenden Versuchs kommt es auf den Zehntel-Millimeter an.
Bauwesen

Bauingenieure prüfen die Tragkraft riesiger Betonträger an kleinen Teilen

Betonträger für große Bauwerke sind teils so groß und schwer, dass sie sich im Labor nicht auf ihre Sicherheit prüfen lassen. Daher weiß man einerseits nicht, wie sicher sie sind und andererseits nicht, ob man sie womöglich günstiger und kleiner bauen könnte. RUB-Bauingenieure entwickeln eine Methode, große Betonteile doch im Labor zu untersuchen. Sie nutzen dabei den Symmetrieeffekt und testen nur kleine Teile einer großen Platte oder eines Balkens.

Nach der Konzentration des Stammzellen enthaltenden Beckenkammbluts wird das Konzentrat in den Hohlraum des Knochenhautschlauchs gespritzt. Eine leichte Andickung durch einen körpereigenen Blutgerinnungsfaktor sorgt dafür, dass es dort auch bleibt.
Medizin

Große Defekte heilen schneller

Wenn nach schweren Verletzungen oder bei Tumoroperationen mehrere Zentimeter Knochen aus dem Unterschenkel entfernt werden müssen, bedeutet das für den Patienten den Anfang eines langen Leidenswegs. Viele Operationen sind notwendig, um das Bein wiederherzustellen, und die Regeneration des Knochens – wenn sie denn funktioniert – dauert sehr lange. Die Heilung zu beschleunigen und zu verbessern, versprechen körpereigene Stammzellen.

Prof. Dr. Ralf Gold bei der Untersuchung eines Patienten im St. Josef Hospital. Während eines Schubs kann die Kraft zum Beispiel in den Beinen eingeschränkt sein.
Medizin

Bochumer Erfolgsweg bei schubförmiger Multipler Sklerose

Die Multiple Sklerose ist bis heute nicht heilbar. Mit neuen Medikamenten lässt sich ihr Verlauf verlangsamen, jedoch sind die Wirkstoffe entweder in ihrer Wirksamkeit eingeschränkt oder mit gravierenden Nebenwirkungen verbunden. Hoffnung kommt aus der Dermatologie. Bochumer Forscher haben entdeckt, dass ein seit langem gegen Schuppenflechte bewährter Wirkstoff auf Basis der Fumarsäure die MS-Symptome stark bessert. Nun gelang ihnen der Nachweis, wie Fumarsäureester Nervenzellen schützen.

Mit Speck fängt man Mäuse, mit „Honeypots“ Angreifer im Internet. Prof. Dr. Thorsten Holz vor Servern, die seine Arbeitsgruppe als Köder einsetzt.
Informationstechnik

IT-Forscher lassen Internetangreifer in den Honeypot tappen

Fast jeder Internetnutzer ist schon irgendwie mit dessen Schattenseiten in Berührung gekommen, sei es durch unerwünschte Spam- oder Phishing-Nachrichten, Infektionen mit Schadsoftware oder ähnlichen Angriffen im Netz. Solche Angriffe laufen häufig unbemerkt im Hintergrund ab, die Angreifer möchten unerkannt bleiben und möglichst lang unentdeckt Kontrolle über einen gekaperten Rechner haben. Zusammen mit seinen Doktoranden und internationalen Partnern entwickelt Prof. Thorsten Holz am Lehrstuhl für Systemsicherheit Verfahren, um mehr über moderne Angriffe auf IT-Systeme zu lernen. Die dabei gewonnenen Informationen dienen dann dazu, bessere Schutzmechanismen zu entwickeln und zukünftige IT-Systeme widerstandsfähiger gegen Schadsoftware und andere Bedrohungen zu machen.

Prof. Dr. Alexander-Kenneth Nagel im neu gestalteten interreligiösen Raum der Stille des St. Josef Hospitals in Bochum.
Religion

Interreligiöse Aktivitäten im Ruhrgebiet

Die religiöse Vielfalt im Ruhrgebiet ist groß, und in den letzten Jahren ist sie mehr und mehr in den Fokus von Politik und Öffentlichkeit gerückt. Die meisten Kontakte zwischen den Religionen finden aber abseits der großen Öffentlichkeit statt: in Wohnzimmern, auf Fußballwiesen, in Gemeindehäusern und Moscheen. Religionswissenschaftler der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Alexander-Kenneth Nagel untersuchen solche Kontakte direkt vor Ort.

Ein typisches Problem der Altphilologie: Teilweise gibt es mehrere kritische Ausgaben eines Werks, die sich gegenseitig widersprechen. Denn jeder Autor interpretiert anders.
Religion

Einzigartiges Nachschlagewerk interreligiöser Dialoge entsteht

Keine Religion ist statisch. Dieser Grundsatz ist es, der Religionswissenschaftler antreibt, tief in die Geschichte der Religionen zu blicken, um zu erforschen, wie sie sich entwickeln, sich voneinander abgespalten und gegenseitig beeinflusst haben. Durch nichts geht das besser als durch den Dialog zwischen Angehörigen verschiedener Religionen, denn im interreligiösen Dialog kristallisieren sich Überzeugungen und Unterschiede heraus. Genau solche Dialoge sind einer der Gegenstände der Bochumer Forscher im Käte Hamburger Kolleg „Dynamiken der Religionsgeschichte“. Im Themenfeld „Ausbreitung“ entsteht ein einzigartiges Nachschlagewerk, das die wichtigsten interreligiösen Dialoge von Japan bis Portugal von den Anfängen der Schriftlichkeit vor der Zeitenwende an bis zum Ende des Mittelalters verzeichnet: das Quellenrepertorium zum interreligiösen Dialog (kurz QUID).

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