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RUBIN Wissenschaftsmagazin

IT-Sicherheit 2016 Zur Artikelübersicht
In einem speziellen Labor lässt Hendrik Meutzner die verschiedenen Audiocaptchas von Probanden testen. Zusätzliche Testpersonen findet er im Internet auf einer speziellen Crowdsourcing-Plattform.

Um Spam zu vermeiden, muss man sich auf zahlreichen Webseiten als Mensch ausweisen, indem man eine schwer erkennbare Zeichenfolge eingibt. Für Sehbehinderte gibt es Audiocaptchas, deren Qualität aber ausbaufähig ist.

An einigen Orten können Kunden inzwischen mit der digitalen Währung Bitcoin zahlen.

Um Betrügereien mit digitalen Währungen wie Bitcoin zu verhindern, sind ausgeklügelte Sicherheitsmechanismen am Werk. Noch fressen sie allerdings immense Mengen Strom.

Michael Karus und seine Kollegin Naila Qamar legen eine Kultur Neuraler Stammzellen an. Da dabei sehr sauber gearbeitet werden muss, tragen beide Kittel und Handschuhe und arbeiten an einer Sterilbank.
Biologie

Was die Matrix uns über die Funktion Neuraler Stammzellen erzählt

„Die Matrix ist allgegenwärtig!“ Dieser Kultsatz, ausgesprochen 1998 im Kinofilm „Die Matrix“, bezog sich auf eine fiktive Scheinwelt, die den Menschen ein normales Leben vorgaukelte, obwohl sie in der realen Welt nur biologische Energielieferanten wildgewordener Roboter waren. Im Gegensatz dazu ist die Matrix, die uns am Lehrstuhl für Zellmorphologie und Molekulare Neurobiologie unter Leitung von Prof. Dr. Andreas Faissner beschäftigt, eine vollkommen andere. Sie stellt eine Art Mikroumgebung für viele Körperzellen dar und ist Gegenstand aktueller zellbiologischer und entwicklungsbiologischer Fragestellungen unseres Labors.

Die Aufreinigung der benötigten Proteine muss in gekühlter Umgebung bei 8°C stattfinden. Janina Wolf arbeitet daher im Kühlraum.
Biochemie, Medizin

Die Schlafkrankheit im Visier der Biochemie

Die Afrikanische Schlafkrankheit gehört zu den „vernachlässigten“ Tropenkrankheiten, fordert jedoch jährlich viele tausend Opfer. Forscher an der Ruhr-Universität Bochum haben eine Strategie entwickelt, die krankheitsauslösenden Parasiten zu bekämpfen. Dabei nutzen sie eine Reihe von biochemischen Methoden.

Exaktes Einparken als eine Hürde, die genommen werden muss – zumindest vermittelt das hier der angestrengte Blick in den Rückspiegel. Daher interessierte die Forscher nicht nur, wie schnell und genau eingeparkt wurde. Sie wollten auch wissen, ob zunehmende Routine Autofahrerinnen selbstsicherer macht und das Einparken vielleicht positiv beeinflusst.
Neurowissenschaft

Kognitive Mechanismen beim Einparken

„Frauen können nicht einparken“, „Männer können sich nicht auf zwei Dinge gleichzeitig konzentrieren“ – im täglichen Leben sehen wir uns immer wieder mit solchen Vorurteilen konfrontiert. Ob Frauen wirklich Probleme damit haben, ihr Auto in eine Parklücke zu manövrieren, wollte unser Team um Professor Güntürkün nun genau wissen. Es stellte sich heraus, dass biologische und soziale Faktoren die Leistung beeinflussen können. Unser Tipp: Die vermeintliche Bedrohung als Herausforderung nehmen!  

Molekularbiologisches Arbeiten ist ein großer Bestandteil der Analyse von RNA-Thermometern. Annika Cimdins bereitet DNA-Proben für eine Gelelektrophorese auf.
Biologie

Bakterien können mit Hilfe von RNA-Thermometern die Temperatur „messen“

Viele krankheitserregende Bakterien scheiden ihre Gifte nur dann aus, wenn sie ihren Wirtsorganismus besiedelt haben. Doch woher weiß das Bakterium, dass es in seinen Wirt eingedrungen ist? Es misst die Temperatur. Die dafür notwendigen RNA-Thermometer sind erst seit etwa zehn Jahren bekannt. Bisher sind nur wenige erforscht, die meisten von ihnen am Lehrstuhl für Biologie der Mikroorganismen. Im Fokus steht hier zurzeit unter anderem das RNA-Thermometer eines Bakteriums, das Hitze liebt und in heißen Quellen in Japan lebt.

In Momenten der Gedankenlosigkeit entführt unser Gehirn uns oft in eine andere Zeit und wir sehen uns selbst in unserer möglichen Zukunft vor unserem inneren Auge.
Neurowissenschaft

Hirnforscher untersuchen Gedankenwanderungen in Vergangenheit und Zukunft

Ein Moment der Abwesenheit, ein Lidschlag und das Bild einer fremden Stadt erscheint. Silbrige Gebäude ragen in den sternenklaren Himmel, so hoch, dass ihre Spitze mit bloßem Auge kaum auszumachen ist. In mehreren Etagen reihen sich solarbetriebene Fluggleiter in den ewig summenden Verkehr ein. Um in Sekundenschnelle an diesen Ort der Zukunft zu gelangen, braucht es weder neue Naturgesetze noch Science-Fiction. Unser Gehirn kennt keine Grenzen für Zeitreisen und kann uns in einem Augenblick Bilder aus unserer Vergangenheit oder unserer potentiellen Zukunft vor Augen führen.

Vor dem Programmieren eines Lernverfahrens diskutieren Matthias Tuma und sein Betreuer Dr. Christian Igel dessen theoretische Eigenschaften.
Informationstechnik

Computer lernen, Spuren von Atomtests in Unterwassersignalen zu finden

Der Kernwaffenteststopp-Vertrag soll zukünftig alle Atomwaffentests verbieten. Schon jetzt sind auf dem ganzen Erdball hunderte geophysikalischer Sensoren installiert, um seine Einhaltung zu überwachen. Allein aus den Ozeanen liefern sie Tag für Tag gigabyteweise Daten, die es nach Hinweisen auf heimliche Tests zu untersuchen gilt. Zunehmend sollen Computerprogramme als digitale Spürhunde wirken. Welche Anhaltspunkte sie dabei auf welche Weise berücksichtigen, bleibt ihnen weitestgehend selbst überlassen. Denn zum Einsatz kommen sog. maschinelle Lernverfahren.

Dünne, jedoch äußerst belastbare Kohlefaserhüllen halten wie ein Container jeweils 16 Kristalle mit einem Gewicht von 18 Kilogramm. Der gesamte Innenraum des elektromagnetischen Kalorimeters (EMC) ist mit diesen Kristallen ausgekleidet. Jan Schulze überprüft hier eine Kohlefaserhülle, an deren glatten Innenflächen sich sein Gesicht wie in einem Kaleidoskop spiegelt.
Physik

Bochumer Forschergruppe der starken Wechselwirkung auf der Spur

Dass ein Proton rund neunzigmal soviel wiegt wie die Summe seiner Quarks, ist nicht das einzige Rätsel, das Experimentalphysiker der Ruhr-Universität lösen wollen. In einem internationalen Team von 450 Wissenschaftlern aus 17 Ländern versuchen sie, die Bausteine der Materie zu verstehen. Das PANDA-Experiment, das als Teil des FAIR-Projektes am GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt bis 2016 aufgebaut wird, soll Licht in das Teilchendunkel werfen.

Die Austrittsöffnung und der Strahlengang des Kohlenmonoxidlasers. Da infrarote Strahlung unsichtbar ist, wurde der Weg der Strahlung mit Hilfe eines rot strahlenden Helium-Neon-Lasers sichtbar gemacht.
Chemie, Physik

Chemische Nanoskope machen winzige Oberflächenstrukturen sichtbar

Seit der Erfindung durch Galilei im 17. Jahrhundert gewährt die Lichtmikroskopie Zugang zu zuvor unerreichbar kleinen Dimensionen – einzelne Zellen und die Feinstruktur von Organen waren erstmals erkennbar. Um noch kleinere Strukturen (kleiner als 200 nm) sichtbar zu machen, reicht die konventionelle Lichtmikroskopie jedoch nicht aus. Doch gerade in Zeiten, in denen hochkomplexe Nanostrukturen erschaffen werden, wird es immer wichtiger, sie detailliert untersuchen zu können. Moderne Mikroskope tasten Oberflächen ab, wie die Nadel eine Schallplatte ausliest. Die chemische Nanoskopie, bei der die Tastspitze des Mikroskops gleichzeitig Lichtquelle ist, ermöglicht neue Blickwinkel auf den Nanokosmos.

Laptop statt Kirchgang – auch im Netz ist Religion ein Thema und für viele Menschen Motivation online zu gehen.
Religion

Religiosität online ausgelebt – Angebote von ganz eigenem Reiz

Religion im Internet – eine Sache für Sonderlinge? Oder nimmt das neue Medium klassischen Kirchengemeinden die Schäflein weg? Bochumer Religionswissenschaftlerin untersucht religiöse Online-Aktivitäten und fragt nach der Motivation der Nutzer.

Dokumente aus dem Archiv des ukrainischen Sicherheitsdienstes in Kiew: Fotos von Ljudmila Foja, das Deckblatt des Verhörprotokolls sowie die Bescheinigung über ihre Freilassung.
Geschichte

Frauenschicksale im ukrainischen Widerstandskampf

Ob sie Meldegängerinnen, Propagandistinnen, Sekretärinnen, Krankenschwestern oder Soldatinnen waren – die Biographien der Aktivistinnen im ukrainischen Untergrund der 1930er bis 50er Jahre zeigen eine aufsehenerregende Ambivalenz. Es sind Frauenschicksale zwischen sowjetischem Geheimdienst und Untergrundaktivität, zwischen ideologischer Überzeugung und Zweifeln an der Sinnhaftigkeit des Kampfes, zwischen nationaler Idee und Überlebenstaktik, zwischen Täter- und Opferexistenz, zwischen Erinnern und Verdrängen.  

Welches Ziel verfolgte der Rechtsgelehrte Bernardi tatsächlich mit seiner Rekonstruktion von Ciceros De re publica zu Zeiten der Französischen Revolution? Dieser Frage widmet sich Christoph Kraume in seiner Doktorarbeit und sichtet dafür zunächst die Quellen, auf deren Basis Bernardi die verschollene Schrift vom Staat rekonstruierte.
Geschichte

Wie aus Ciceros verschollenem Dialog "De re publica" eine monarchistische Tendenzschrift wurde

Wir schreiben den 18. Fructidor des Jahres 5 nach dem Republikanischen Kalender der Französischen Revolution. Paris wird in den frühen Morgenstunden jenes 4. Septembers militärisch besetzt: ein Staatsstreich! Die politischen Drahtzieher erklären die letzten Wahlen in vielen Departements für ungültig und schließen so 177 vermeintlich reaktionäre Abgeordnete aus dem Parlament aus. Unter ihnen befindet sich der Rechtsgelehrte Joseph Elzéar Dominique Bernardi. Nunmehr politisch kaltgestellt, zieht er sich ins Private zurück und widmet sich seinen Studien, genauer gesagt Ciceros verschollenem Werk Über den Staat. Bernardi rekonstruiert, was für über ein Jahrtausend verloren war, und gibt noch im folgenden Jahr 1798 eine erste Ausgabe des staatsphilosophischen Werkes heraus.

Simone Heinemann fordert einen verantwortungsvollen Umgang mit Finanzderivaten.
Wirtschaft

Finanzmärkte: Der verantwortungsvolle Umgang mit Finanzderivaten

Das schnelle Geld an der Börse zu verdienen – davon träumen viele. Dass Finanzspekulation aber auch weitreichende ökonomische Folgen haben kann, hat die Wirtschaftskrise gezeigt. Seit Monaten mehren sich die Diskussionen über riskante Wertpapiergeschäfte, die scheinbar unbeherrscht sogar ganze Staaten in den Bankrott treiben. Dabei bleibt oft undurchsichtig, wer genau dafür verantwortlich ist und welche Risiken einzelne Geschäfte bergen. Es scheint dringlicher denn je, Kriterien für einen verantwortungsvollen Umgang mit Finanzmarktrisiken zu erarbeiten.

Abschlussworkshop: Erfahrungsaustauch und Übergabe von Text und Abbildungen ins Layout an die Designagentur

Aus Labor und Bibliothek in die Wissenschaftsredaktion

Im Jahr 2010 wechselten zwölf Graduierte „Aus Labor und Bibliothek in die Wissenschaftsredaktion“ (Titel des Projekts der Winter Academy) des Uni-Forschungsmagazins RUBIN. Nach einem Einstiegsworkshop gaben die RUBIN-Redakteurinnen das Heft aus ihren Händen in die einer wirklich buntgemischten „Forscher-Community“ – aus Chemikerin, Physiker und Neuroinformatiker, Philologe, Historikerin, Philosophin, Psychologin und Religionswissenschaftlerin, dazu zwei Biologinnen sowie ein Neurowissenschaftler und eine Neurowissenschaftlerin. Kein Mangel also an Stoff für Wissenschaftsgeschichten.

 

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