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Vom Arbeiterkind zum Professor

Vom Arbeiterkind zum Professor

Wie der Bildungsaufstieg von der Unter- in die Oberschicht funktioniert

von Maren Volkmann  

29. Oktober 2013

 

Jeder kennt sie, die Redewendung „vom Tellerwäscher zum Millionär“. Wenn wir sie benutzen, dann eher als Mythos und nicht als ein Szenario, das wir für realistisch halten. Wem ist schon der Sprung von ganz unten nach ganz oben gelungen? Der Sozialwissenschaftler Prof. Dr. Aladin El-Mafaalani hat diese wenigen gefunden: Personen aus benachteiligten Milieus, die in die Oberschicht aufgestiegen sind – und das ausschließlich über Bildung. Anstatt „vom Tellerwäscher zum Millionär“ heißt es hier „vom Arbeiterkind zum Professor“. In seiner Dissertationsschrift hat er die Biografien von einheimischen und türkischstämmigen Bildungsaufsteigern gegenübergestellt. 

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Unter- oder Oberschicht? Extremen Bildungsaufsteigern, die es von der Unter- in die Oberschicht geschafft haben und die zum Beispiel als Professor an der Universität arbeiten, merkt man ihre Herkunft nicht an. In ihrem Habitus unterscheiden sie sich nicht von den Kollegen, die aus der Oberschicht stammen.Prof. Dr. Aladin El-MafaalaniBildungsaufsteiger aus der Unterschicht verhalten sich genauso wie Personen, die aus der Oberschicht stammen. „Rein vom Lebensstil kann man keinen Unterschied mehr feststellen“, so El-Mafaalani. Sie gehen auf Segeltörns und in die Oper.Loyalität hat in türkischen Familien einen hohen Stellenwert. Nur wer sich diesem Wert entsagt, hat jedoch die Chance, in die Oberschicht aufzusteigen.

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Kontakt zum Fachbereich

Prof. Dr. Aladin El-Mafaalani, (früher Zentrum für interdisziplinäre Regionalforschung der Ruhr-Universität), Fachbereich Sozialwesen der Fachhochschule Münster, Tel. 0251/83-65745, E-Mail: mafaalani@fh-muenster.de