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Junge Forschung 2010 (Sonderheft) » Sehen und Fühlen auf der Nanoskala

Sehen und Fühlen auf der Nanoskala

Chemische Nanoskope machen winzige Oberflächenstrukturen sichtbar

von Meike Mischo  

15. Juli 2010

 

Seit der Erfindung durch Galilei im 17. Jahrhundert gewährt die Lichtmikroskopie Zugang zu zuvor unerreichbar kleinen Dimensionen – einzelne Zellen und die Feinstruktur von Organen waren erstmals erkennbar. Um noch kleinere Strukturen (kleiner als 200 nm) sichtbar zu machen, reicht die konventionelle Lichtmikroskopie jedoch nicht aus. Doch gerade in Zeiten, in denen hochkomplexe Nanostrukturen erschaffen werden, wird es immer wichtiger, sie detailliert untersuchen zu können. Moderne Mikroskope tasten Oberflächen ab, wie die Nadel eine Schallplatte ausliest. Die chemische Nanoskopie, bei der die Tastspitze des Mikroskops gleichzeitig Lichtquelle ist, ermöglicht neue Blickwinkel auf den Nanokosmos.

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Die Austrittsöffnung und der Strahlengang des Kohlenmonoxidlasers. Da infrarote Strahlung unsichtbar ist, wurde der Weg der Strahlung mit Hilfe eines rot strahlenden Helium-Neon-Lasers sichtbar gemacht.Meike Mischo bei der Arbeit im Labor: Der Kohlenmonoxid-Laser wird mit flüssigem Stickstoff gekühlt.Eine Probe wird unter die feine Spitze des chemischen Nanoskops gelegt. Die Spitze befindet sich am Ende des in der Messinghalterung eingespannten Plättchens.Wie die Nadel eine Schallplattenrille abtastet, erfühlt die Spitze eines Rastersondenmikroskops die Strukturen und Eigenschaften von Oberflächen.

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